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Fachkräfte in der Pflege finden zurzeit in der Bundes- und Landespolitik große Beachtung. Durch Maßnahmen wie die „Konzentrierte Aktion Pflege“ der Bundesregierung sollen die Zahl der Pflegekräfte und deren Arbeitsbedingungen verbessert werden.

Auch das Land NRW hat die Bundesinitiative bereits aufgegriffen und bearbeitet die fünf drängendsten Handlungsfelder in landesweiten Arbeitskreisen.

Im Rhein-Erft-Kreis arbeitet die Pflegelandschaft schon länger unabhängig von gesetzgeberischen Initiativen eng zusammen. So haben der Rhein-Erft-Kreis, die Agentur für Arbeit Brühl, das Jobcenter Rhein-Erft und die Wirtschaftsförderung Rhein-Erft auf einer Fachveranstaltung am Dienstag im Kreishaus die Einrichtungsträger und weiteres Fachpublikum der Pflegelandschaft über Förder- und Unterstützungsmöglichkeiten zur Qualifikation von Pflegekräften informiert.

Mehr als 60 Fachbesucher nutzten die Gelegenheit, sowohl Fachvorträge zu hören, als auch in Diskussionsrunden den Austausch zu pflegen. Die Pflegefachschulen im Kreis (hier das IPS in Bergheim sowie Carias Pflegeschule Hürth), die Kommunale Koordinierungsstelle Übergang Schule–Beruf und das Kommunale Integrationszentrum des Rhein-Erft-Kreises standen für Informationen zu dem ab 1. Januar 2020 geltenden einheitlichen Ausbildungssystem für Pflegefachberufe zur Verfügung.

Ein besonderer Aspekt wird angesichts des Fachkräftemangels in diesem Bereich die Integration ausländischer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sein.

In seiner Eröffnungsrede betonte der Sozial- und Gesundheitsdezernent des Rhein-Erft-Kreises, Dr. Christian Nettersheim, die große Bedeutung der Pflegeberufe sowie die schwierige Lage, in der sich Träger von Pflegeeinrichtungen bei der Suche nach qualifiziertem Personal befinden: „Bei den Pflegefachkräften liegt die Arbeitslosenquote bei 1 %. Angesichts unvermeidlicher Fluktuationen entspricht diese Quote faktisch Vollbeschäftigung. Aus Arbeitgebersicht sind im Jahresmittel bundesweit knapp 24.000 Stellen unbesetzt.

Gemeldete Stellenangebote für examinierte Altenpflegefachkräfte und -spezialisten sind im Bundesdurchschnitt 183 Tage vakant. Nur Lokführer werden statistisch gesehen noch länger gesucht.“

Angesichts dieser Zahlen bedankte sich Nettersheim bei allen Organisationen, die sich am Fachtag beteiligten: „Ich freue mich sehr, dass sich heute sieben verschiedene Kooperationspartner zusammen gefunden haben, um auf regionaler Ebene über die neue Ausbildung in der Pflege und verschiedene Fördermöglichkeiten zu informieren.“

Dr. Ursula Kriesten, Leiterin der Akademie für Gesundheitswirtschaft und Senioren in Gummersbach und Mitglied des Vorstandes der Gesundheitsregion Köln/Bonn erläuterte in einem Beitrag die historische Entwicklung der Kranken- und Altenpflege und die durch das neue Ausbildungssystem noch nicht umfassend gelösten Probleme.

Sie lobte den Zusammenschluss der Kooperationspartner im Rhein-Erft-Kreis als wichtigen Schritt, Fachwissen zu bündeln sowie Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten zu verbessern und auszubauen.

Ab 2020 wird Pflege in Deutschland anders ausgebildet als bisher: Die derzeit getrennten Ausbildungen in der Altenpflege, der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und der Gesundheits- und Krankenpflege werden nicht mehr angeboten.


Stattdessen wird es eine Ausbildung zur/zum Pflegefachfrau/-mann mit unterschiedlichen Schwerpunkten geben.


Wir bieten Ihnen ab 2020 die neue generalistische Ausbildung zum Pflegefachmann/zur Pflegefachfrau in Kooperation mit unseren praktischen Ausbildungspartnern an.

Weitere Informationen dazu finden Sie hier .